Vom “Good Girl” zu mehr Selbstverbundenheit: Wie du lernst, Raum in deinem eigenen Leben einzunehmen

Vielen Frauen wurde beigebracht brav zu sein, nett zu sein, für andere da zu sein. Grenzen setzen, oder gar Wut zeigen? Gehört sich nicht.

Man sollte meinen, diese Zeiten seien lange vorbei, doch auch heutzutage merken wir noch die folgen dieser patriarchalen Strukturen und dessen Rollenzuschreibungen.

So hast auch du gelernt für andere da zu sein und hast immer Zeit, wenn dich jemand braucht. Gerade als empathische und sensible Frauen, können wir das besonders gut, weil wir spüren, wenn es jemandem nicht gut tut. Und wir sind gerne für unsere Mitmenschen da.

Aber wenn es zur Gewohnheit wird, zum Automatismus, immer für andere da zu sein, ohne dich selbst überhaupt noch wahrzunehmen, dann verlierst du dich darin. Dann wird das Gutes tun zur Selbstaufopferung.

Wenn du mehr im Außen bist als bei dir selbst, lässt du dich von den Meinungen anderer verunsichern. Vielleicht hältst du deine Gedanken auch zurück, weil du befürchtest, jemand könnte nicht so begeistert reagieren und dich das verunsichern würde.

Ich kenne das nur zu gut, aber jetzt ist Schluss mit Kleinhalten, my love!

Zeit, dir selbst wieder mehr Raum in deinem Leben zu geben.

Und nein, das ist nicht egoistisch oder Luxus, sondern essenziell, denn es ist dein Leben!

Dabei geht es nicht darum, dein Leben weiter zu optimieren, wie wir es so oft von außen hören und uns dadurch manchmal nur noch schlechter fühlen. Es geht darum, wieder bewusster wahrzunehmen und zu erleben, anstatt alles zu analysieren, zu interpretieren und einfach nur zu funktionieren.

Es geht darum, dich selbst wieder zu sehen und zu spüren und dich zurück in dein eigenes Leben zu holen. Du lebst nicht nur für andere, sondern auch für dich selbst!

Was bedeutet es, tief in dir verwurzelt zu sein?

Dich selbst kennenzulernen. Deine Muster, deine Glaubenssätze, deine Werte und deine Bedürfnisse. Zu verstehen, wie du Entscheidungen triffst und was dich dabei beeinflusst.

Vielleicht hast du über die Jahre gelernt, dich stark an anderen zu orientieren. Du spürst schnell, was andere brauchen, was sie erwarten oder was gerade von dir verlangt wird.

Aber was ist eigentlich mit dir?

Was brauchst du?

Was tut dir gut?

Was möchtest du – unabhängig davon, was andere von dir erwarten?

Der erste Schritt ist, dich selbst wieder bewusster wahrzunehmen.

Beobachte dich einmal neugierig, ohne zu bewerten.

  • Interessant, wenn ich 15 Minuten spazieren gehe, fühle ich mich danach leicht und optimistisch.

  • Interessant, wenn ich 15 Minuten durch Instagram scrolle, nehme ich den Raum um mich herum gar nicht wahr und bin danach wie erschlagen.

Es geht nicht darum, ob etwas grundsätzlich „gut“ oder „schlecht“ ist. Es geht darum, ein Gespür dafür zu bekommen, welche Verhaltensweisen welche Auswirkungen auf dich haben. So kannst du nach und nach erkennen, wovon du mehr in deinem Leben haben möchtest – und wovon weniger.

Du musst nicht alles sofort verändern oder die perfekte Entscheidung treffen. Fang einfach an, dich selbst besser kennenzulernen.

Zurück in deinen Körper: Erleben statt analysieren

Dabei hilft uns vor allem unser Körper. Er zeigt uns oft durch seine Signale, was uns guttut und was nicht, was uns Energie gibt und was uns erschöpft.

Vielleicht bemerkst du, dass sich dein Kiefer anspannt, wenn du etwas zusagst, das du eigentlich gar nicht möchtest. Vielleicht spürst du eine Weite und Leichtigkeit, wenn du dir Zeit für dich nimmst. Oder du merkst erst dann, wie erschöpft du bist, wenn du endlich zur Ruhe kommst.

Diese Signale bewusst wahrzunehmen, kann dir helfen, dich selbst besser zu verstehen.

Embodiment steht genau dafür: erleben, statt nur zu interpretieren. Nicht alles im Kopf lösen zu müssen, sondern dich selbst über deinen Körper, deine Sinne und deine Erfahrungen kennenzulernen.

Embodiment bedeutet für mich, wieder mehr im eigenen Leben zu sein, anstatt an dir selbst vorbei zu leben.

Dafür musst du nicht gleich eine große Veränderung anstoßen. Manchmal reicht es, einen Moment innezuhalten, deine Füße auf dem Boden zu spüren, bewusst auszuatmen oder wahrzunehmen, was du gerade um dich herum siehst, hörst und fühlst.

Auch bewusste Übergänge können dabei helfen: zwischen Arbeit und Freizeit, zwischen einem Termin und dem nächsten oder zwischen dem Außen und deiner Zeit für dich. Sie schenken dir einen Moment zum Ankommen, Durchatmen und Neuausrichten.

Wenn du das ausprobieren möchtest, schau dir gerne mein Video über bewusste Übergänge an.

Eigene Grenzen wahrnehmen und für dich einstehen

Vor allem als People Pleaserin ist es wichtig, zu lernen, Grenzen zu setzen. Aber dafür musst du deine eigenen Grenzen erst einmal kennen.

Wie sollst du Nein sagen, wenn du selbst noch gar nicht genau weißt, was du eigentlich möchtest? Wenn du so sehr daran gewöhnt bist, die Bedürfnisse anderer wahrzunehmen, dass du deine eigenen kaum noch hörst?

Deshalb beginnt das Grenzen setzen nicht erst mit dem Wort Nein. Es beginnt mit der Verbindung zu dir selbst.

Was fühlt sich für dich stimmig an? Wann merkst du, dass dir etwas zu viel wird? Wann sagst du Ja, obwohl du eigentlich Nein meinst? Und was würde passieren, wenn du dir erlaubst, deine Bedürfnisse genauso ernst zu nehmen wie die der anderen?

Du darfst außerdem lernen, die Verantwortung für die Gefühle und Reaktionen anderer Menschen ein Stück weit loszulassen. Du kannst nicht kontrollieren, wie jemand auf deine Grenzen, Wünsche oder Entscheidungen reagiert. Aber du darfst lernen, für dich einzustehen und Entscheidungen zu treffen, die sich für dich stimmig anfühlen.

Das nimmt eine ganz schöne Last, oder?

Denn du musst nicht immer dafür sorgen, dass es allen gut geht. Du darfst andere Menschen enttäuschen, ohne deshalb ein schlechter Mensch zu sein. Du darfst andere Perspektiven haben, deine Meinung äußern und Raum einnehmen, auch wenn nicht alle begeistert davon sind.

Das bedeutet nicht, dass dir andere egal sein sollen. Es bedeutet, dass du dich selbst in deinen Beziehungen nicht länger vergessen musst.

Wie du mit dir selbst sprichst, macht einen Unterschied

Ich lade dich außerdem ein, einmal zu beobachten, wie du selbst mit dir sprichst und welche Geschichten du dir erzählst. Denn das ist etwas, das wir den ganzen Tag tun – oft, ohne es überhaupt zu bemerken.

Vielleicht kennst du Gedanken wie:

Ich hätte das besser machen müssen.

Ich darf jetzt nicht egoistisch sein.

Was denken die anderen über mich?

Ich bin einfach zu sensibel.

Solche Gedanken können beeinflussen, wie du dich selbst wahrnimmst und wie du handelst. Doch nicht alles, was du über dich denkst, ist automatisch wahr.

Versuche einmal, deine Gedanken neugierig zu beobachten, anstatt sie sofort als Fakten anzunehmen. Du musst nicht jeden Gedanken glauben und nicht jede innere Geschichte weiterschreiben.

Und vor allem: Begegne dir selbst mit mehr Mitgefühl. So, wie du es auch bei einer Freundin tun würdest.

Wir selbst sind oft viel zu streng zu uns. Wir erwarten von uns, dass wir alles im Griff haben, niemanden enttäuschen und immer funktionieren. Dabei dürfen wir genauso lernen, Fehler zu machen, unsicher zu sein und unseren eigenen Weg zu finden.

Du musst nicht erst eine bessere Version deiner selbst werden, um dir mit Liebe begegnen zu dürfen.

Verwurzle dich in dir selbst

Dich selbst besser kennenzulernen, deine Bedürfnisse wahrzunehmen und für dich einzustehen, ist kein einmaliges Projekt. Es ist ein Weg, auf dem du immer wieder neu entdecken darfst, was sich für dich stimmig anfühlt.

Und du musst diesen Weg nicht allein gehen.

ROOTED WITHIN ist meine sechswöchige 1:1-Begleitung für dich, wenn du dir wünschst, wieder mehr Verbindung zu dir selbst aufzubauen.

Wenn du tiefer in deine Verwurzelung eintauchen möchtest, lade ich dich herzlich ein, ein kostenloses Kennenlerngespräch zu buchen.

Ich freue mich auf dich!

with love & from within,
Julia Laura

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Authentische Sichtbarkeit: Kreiere eine Brand, die du wirklich verkörperst